Zweiter Teil unserer Neuseeland Reise!

Eine Stunde vor Abfahrt ging es auf die Fähre M/V Livia, wir hatten mit unserer fahrenden Wohnung einen der vorderen Plätze auf dem Oberdeck , was das verlassen später einfacher machte.

Pünktlich verliessen wir den Hafen von Picton, die Wolken hingen tief und man konnte nicht viel sehen, es ging sicher eine Stunde durch die Marlborough Sounds, ein Netzwerk aus Meeresarmen und Tälern im Norden der Südinsel, welche durch den Anstieg des Meeresspiegels und die dadurch verursachte Ueberflutung entstanden sind.

Als wir dann in der Cookstrasse waren, lichtete sich das Wetter und die Sonne kam hervor, der Rest der Ueberfahrt war einfach nur ein Genuss.

Wellington, die Hauptstadt Neuseeland’s an der Südspitze der Nordinsel, erreichten wir bei traumhaft schönem Wetter und wie erwähnt, war die Ausfahrt vom Schiff in Minuten erledigt, nachdem wir angelegt hatten.

Den ersten Uebernachtungsplatz haben wir nach ca. 1 Stunde wieder verlassen, denn es war Ostern und dementsprechend waren auch viele Locals an dem Platz, was an und für sich nichts schlechtes ist, aber direkt vor unserem Camper hatte sich eine ca. 25-köpfige Familie eingerichtet, was nach einem riesen Fest am Abend aussah🙈. Wir fanden nach einer halben Stunde Fahrt ein tolles Plätzchen direkt am Meer.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Feilding, eine Stadt welche anscheinend bis 2014 bereits 14 Mal zur schönsten Ortschaft Neuseelands gewählt wurde. Ausser dem alten markanten Hotel und der Turmuhr mitten in der Stadt, haben wir jetzt nichts gesehen, dass diese Ortschaft zur schönsten in Neuseeland gemacht hatte🤭.

Da fanden wir den Durie Hill Elevator in Whanganui viel schöner und interessanter. Man kann entweder unten beim Tunneleingang, oder oben beim Turm parkieren, wir haben uns für den oberen Parkplatz entschieden.

Es ist schon immer wieder erstaunlich was Ingenieure vor über 100 Jahren gebaut haben, der Tunnel misst 213 Meter, die Höhe welche der Lift zurücklegt sind 66 Meter. Wir sind mit dem Lift runtergefahren und spazierten durch den Tunnel, via die Treppen gings wieder zurück zum Wohnmobil.

Die nächsten 2 Uebernachtungsplätze hatten beide unheimlich schöne Kulissen, der erste direkt auf den Klippen mit den spektakulären Formationen am Strand, welche durch das Meer entstanden sind und wir bei einem Spaziergang bestaunten.

Vom Zweiten Platz hatten wir am Abend und am Morgen eine traumhafte Sicht auf den Mount Taranaki (auch Mount Egmont genannt), ein 2518m hoher Vulkan. Bei einem Spaziergang entland des Meeres sahen wir diesen wunderschönen Strauch mit Proteas (Nationalblume Südafrikas), zumindest glauben wir es war diese Blume😀.

Nach dem Frühstück ging es weiter zum westlichsten Punkt der Nordinsel, zum Cape Egmont Leuchtturm, der leider geschlossen war, aber die Kulisse mit dem Vulkan im Hintergrund, war alleine schon die Fahrt wert.

Nachdem wir den Taranaki aus der Ferne gesehen hatten, mussten wir ihn noch ein wenig näher betrachten, deswegen wollten wir den Mangorei Trail bis zum Pouakai Tarn laufen. Es wurde anstrengender als gedacht🤣, es ging ewig durch den Regenwald, gefühlt waren es etwa 10’000 Holzstufen (in Wirklichkeit etwa 5’000).

So wie auf dem vierten Photo (das habe ich beim See abfotografiert🤣) sollte es eigentlich aussehen, die schöne Spiegelung im Wasser mit dem Mount Taranaki, bei uns war es ein wenig anders 🤓, aber trotzdem schön. Für den Hin- und Rückweg brauchten wir ca. 4 1/2 Stunden, ihr könnt euch nicht vorstellen, wie froh wir waren wieder unten zu sein, denn unsere Wadenmuskeln meldeten sich langsam.

Unser nächster Uebernachtungsplatz befand sich auf 1200 m.ü.M, es wurde schon langsam dunkel und es hatte Nebel als wir ihn erreichten. Das erwachen am nächsten Morgen war grandios, es hatte zwar nur 3 Grad, aber der Blick ins Tal mit dem Nebelmeer und hinter unserem Wohnmobil der Taranaki in seiner vollen Pracht war die Fahrt hinauf mehr als wert.

Nach einem kurzen Spaziergang über die wunderschöne Hängebrücke zur Manganui Lodge, wo es doch tatsächlich einen Skilift hatte, der im Winter auch immer noch in Betreib sein soll, ging es weiter Richtung „Forgotten World Highway“.

Der Forgotten World Highway ist eine 150 km lange Straße zwischen Stratford und Taumarunui. Er ist mehr als nur eine Verbindungsstrasse zwischen zwei Orten – er bietet ein umfassendes Erlebnis mit Einblicken in die Geschichte und das kulturelle Erbe der Region. Die Fahrt ist kurvenreich, geheimnisvoll und die Aussicht auf unberührten Busch ist spektakulär. Es ist selten, ein so naturbelassenes Gebiet zu finden.

Diese abgelegene Strasse bietet viele sehenswerte Haltepunkte, sie schlängelt sich über vier Bergsättel, entlang der Tangarakau-Schlucht und durch einen 180 Meter langen, einspurigen Tunnel, der Forgotten World Highway wurde 1945 nach 50 Jahren Planungs- und Bauzeit eröffnet.

Ende der 1980er Jahre wurden die Bezirksgrenzen geändert, Whangamomona gehörte fortan zur Hälfte zu Taranaki, die andere Hälfte zu Manawatu-Whanganui. Die Einwohner waren davon wenig begeistert und erklärten sich kurzerhand zur Unabhängigen Republik😂. 

Kurz nach der Whangamomona machten wir Halt auf einem Parkplatz, packten den Grill aus und genossen ein herrliches Mittagessen. Uebernachtet haben wir fast im Regenwald, der Platz war so klein, ich musste das Wohnmobil zur Hälfte in den Wald stellen.

In Taupo machten wir Halt bei einer französischen Bäckerei und haben uns ein paar Köstlichkeiten gegönnt. Mitten in der Stadt sahen wir dieses schöne Graffiti Wandbild, es ist wahrscheinlich die neue Königin der Maoris, welche letztes Jahr gekrönt wurde.

Auf einem Freecamp am Lake Taupo warteten wir den angekündigten Zyklon🌪🌪🌪 ab, es gab mehrere SMS Warnungen, man solle sich an einen geschützten Ort begeben. Wir hatten Glück, an unserem Platz fing es zwar Abends richtig an zu 💨💨💨 und ☔️☔️☔️, aber ansonsten blieben wir verschont.

Nach dem Sturm schauten wir kurz bei den Huka Falls vorbei, aber da es immer noch ein wenig regnete blieben wir nicht lange, die Farbe des Wassers ist schon schön.

 

Weiter ging es zum Waiotapu Mud Pool, wir waren ziemlich früh dran, deswegen hatte es fast keine Leute und man konnte dem Schauspiel entspannt zuschauen.

 

Mittlerweile ist es schwierig Maori Häuser oder Skulpturen anzuschauen, ohne dass man irgendwo eine überteuerte Tour mit 40 anderen Menschen machen muss, in Whakatane hatten wir Glück und sahen doch noch ein Haus und ein paar Skulpturen.

Weiter ging es nach Te Puke, dass ist das Kiwi Capitol of the World, hier wachsen sie hinter jeder Hecke, welche zum Schutz vor dem Wind gepflanzt werden. Es gibt nicht nur Millionen von Kiwi’s, sondern ebenso viele Avocados.

Ich hatte eigentlich schon fast aufgegeben, noch eine Tour beim Hobbiton Mowie Set buchen zu können, da noch Schulferien waren, gab es keine freien Plätze mehr. Aber aufgeben war noch nie meine Stärke, am Vorabend schaute ich noch einmal auf die Online Plattform und siehe da, am nächsten Tag um die Mittagszeit hatte es 2 freie Plätze.

Das hiess, einen kleinen Umweg fahren, aber das spielte keine Rolle, wir haben zwar beide weder Hobbits noch Lord of the Rings gesehen, aber die Tour durch die hügelige Landschaft, wo Teile der Filme gedreht wurden, war es auf jeden Fall wert.

Das Filmset wurde von den Location Scouts des Regisseur’s Peter Jackson aus einem Helikopter entdeckt und darauf hin wurde der Besitzerfamilie Alexander der Vorschlag unterbreitet, auf dem Gelände das Filmset zu gestalten. Die Rinder- und Schaffarm ist heute noch in Betrieb, auch wenn die Familie wahrscheinlich mit den Touren über das Gelände des Filmsets mehr einnehmen, als mit der Farm.

An der Thamesbucht verbrachten wir nochmals 2 schöne Tage am Meer, bevor es dann nach Auckland ging und wir unsere Koffer packen mussten.

Das Wohnmobil konnten wir direkt in Auckland am Flughafen zurückgeben, der Vermieter hat es abgeholt und wir haben 1 Nacht im Hotel verbracht, bevor es am nächsten Tag via Kuala Lumpur nach Hause ging.

Das war’s von Neuseeland, wir hoffen, es hat euch gefallen!

Bis Bald irgendwo vonunterwegs!

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