Wir haben schon viele Sonnenuntergänge gesehen und wir lieben sie, aber diejenigen in Namiba gehören zu den schönsten, man glaubt immer es geht nicht mehr besser, aber dann kommt doch wieder einer, der die anderen übertrifft, so zumindest unser Gefühl😀.
Zu Botswana gibt es nur soviel zu sagen, es ist einfach wunderschön, die Natur und Tiersichtungen sind einmalig, wir haben gefühlt hunderte von Elefanten und anderen Tieren gesehen, was in Namibia nicht mehr so sein sollte.
Im Norden von Botswana fuhren wir über die Grenze nach Namibia, in den Caprivi Strip, der liegt ganz im Nordosten und ist eine Landzunge, mit den angrenzenden Ländern Angola im Norden, ganz am Ende des Zipels ist Zambia und eben südlich Botswana.
Als erstes fuhren wir in den Bwabwata National Park, da waren aber Tiersichtungen eher rar, immer verglichen mit Botswana, dafür hatten wir ganz tolle Uebernachtungsplätze entlang des Cubango-Okavango Rivers.
Unser nächstes Ziel war der Etosha Nationalpark, wir durchfuhren ihn von Ost nach West, kreuz und quer, wo immer wir das Gefühl hatten, es gibt etwas spannendes zu sehen. Wir wurden nicht enttäuscht, natürlich gehört immer ein wenig Glück dazu, vorallem was die Katzen angeht, hier hatten wir super viel 🍀🍀🍀🍀🍀, eigentlich waren wir schon auf dem Weg zum Campingplatz, als uns dieser, zwar etwas schmächtige, aber wunderschöne Gepard direkt vors Auto lief und wir ihn ohne andere Fahrzeuge eine 1/2 Stunde bestaunen durften, wie er versuchte Beute zu machen.
Vom Etosha ging es weiter zum Vingerklip Rock, der in einer Gegend ist, die uns sehr an die USA errinnerte, mit seinen hochaufragenden Felsformationen.
Weiter ging es Richtung Spitzkoppe einer Felsformation mitten im Nirgendwo, auf dem Weg dahin machten wir einen Stopp in Uis, wo auch heute noch Zinn abgebaut wird. Im Brandberg White Lady Café gab es ein leckeres Mittagessen, wo man eine Skulptur von der White Lady sieht, die eigentlich eine Felsmalerei am Brandberg darstellt.
Was uns erst nach einer Weile aufgefallen ist, dass wir immer über 1000m ü. Meer waren, seit wir in Simbabwe angekommen waren. Der Etosha Nationalpark befindet sich durchschnittlich auf etwa 1150m ü.M., das wurde uns erst so richtig bewusst, als wir an die Küste nach Swakopmund fuhren, da ging es einfach immer Bergab und wurde zudem immer wärmer🤗.
In Swakopmund sieht man die deutsche Vergangenheit an jeder Ecke, seien es Strassen-, oder Hotelnamen. Das Städtchen an der Küste ist für die Menschen aus der Haupstadt Windhoek der angesagte Sommerurlaubsort.
Weiter ging es nach Walvis Bay, oder auf Deutsch Walfischbucht, es sind nur etwa 35km der Küste entlang, aber fast die ganze Strecke führt entlang von wunderschönen Wanderdünen.
Die Salzraffinerie in Walvis Bay, ist der größte Produzent von Solar gewonnenem Meersalz in Subsahara-Afrika. Sie verarbeitet 90 Millionen Kubikmeter Meerwasser und produziert jährlich über 900’000 Tonnen Salz, das auf natürliche Weise durch die Sonne getrocknet wird. Walvis Bay liefert über 50 % des südafrikanischen Salzbedarfs.
Wenn man in die Bucht rausfährt, wo die grossen Salzwasserbecken sind, fällt auf, dass das Wasser ziemlich pink ist. Das kommt von der Dunaliella salina, einer Art Alge, die in Wasser mit starker Salzkonzentration vorkommen. So wie das Wasser salziger wird, produzieren die Algen das Pigment Betacarotin, welches das Wasser Rosa/Pink färbt. Die Intensität hängt von der Jahreszeit, dem Wetter und dem Fortschritt der Verdunstung ab.
Normal hat es auch viele Flamingos 🦩, wir sahen einige, aber sehr weit draussen. Die vielen Flamingos in der Walvis Bay hängen direkt mit den Mikroorganismen in den Salzseen zusammen. Flamingos fressen genau diese Organismen und die gleichen Pigmente, die das Wasser Rosa machen (Carotinoide), gelangen auch in den Körper der Flamingos und gibt ihnen ihre rosa Farbe.
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Nach dem bestaunen der pinken Salzpfannen, ging es nun wieder in die Höhe und zwar in den Namib Naukluft Nationalpark, genau genommen zur Deadvlei Pfanne, eine trockenliegende Endsenke eines Wüstenflusses. Auf dem Weg dahin haben wir den „Tropic of Capricorn“ überquert, er wird auch der südliche Wendekreis des Steinbocks genannt.
Mitten im Nirgendwo haben wir auf dem Campingplatz der Kronenhof Lodge übernachtet, wo wir wieder einmal eine eigene Dusche/WC Anlage für uns alleine hatten, ein absoluter Traumplatz mit einem der schönsten Sonnenuntergänge (habe ich schon einmal gesagt🤣🤣🤣🤣🤣 ) in Namibia.
Auf unserem Weg nach Lüderitz haben wir in Garub Halt gemacht, um eine der letzten Wildpferde Herden von Namibia zu sehen. Kurz vor Lüderitz steht ein altes Bahnhofsgebäude (Grasplatz), hier wurden damals die ersten Diamanten von Zacherias Lewala und August Stauch gefunden, was wiederum zur Enstehung der Diamantenstadt Kolmannskuppe führte.
Bei einer Tour durch die zerfallene Stadt, erfuhren wir durch den Tourguide, einem Nachkommen deutscher Einwanderer sehr viel über die Geschichte der Bewohner der Bergbaustadt, in der viel Luxus vorhanden war und das in einer Umgebung, die trostloser und lebensfeindlicher wohl kaum hätte sein können.
Heute ist es eine Geisterstadt in der man sich frei bewegen kann und die Gebäude auf eigene Faust erkunden darf, sei es das herrschaftliche Haus des Buchhalters, die Eisfabrik oder die Schlachterei.
Auch heute werden südlich von Kolmannskuppe und Lüderitz noch Diamanten gesucht, was dazu führt hat, dass es ein riesiges Sperrgebiet gibt, welches man nur mit einem Bewilligung betreten darf.
In Lüderitz haben wir auf Shark Island übernachtet, welche eine dunkle Vergangenheit hat, früher gab es hier ein Konzentrationslager und heute hat es dort einen Campingplatz, ein Denkmal errinnert an die Greueltaten, welche hier begangen wurden.
Auf dem Weg zum Fish River Canyon, haben wir noch Reisefreunde aus Deutschland mit ihrem 6×6 Expeditionsmobil getroffen und auf einem Rastplatz ein wenig geplaudert, bevor es weiterging zum Roadhouse mit einem coolen Restaurant und Garten kurz vor dem Canyon. Als kurze Randnotiz, auf der Tanksäule haben wir doch tatsächlich einen FCB Kleber gesehen, siehe Bilder🤣.
Der Fish River Canyon liegt im südlichen Namibia und ist mit etwa 160 Kilometer Länge und 27 Kilometer Breite und bis zu 550 Meter Tiefe vom Fish River ausgewaschenen Flussbett, der grösste Canyon Afrikas und gilt nach dem Grand Canyon als zweitgrösster Canyon der Erde.
Der Abschluss unserer 5-wöchigen Camperreise durch Botswana und Namibia machte Windhoek, die Hauptstadt wo wir am Flughafen den Camper zurückgaben.
Fazit, Camper zwar klein, aber dadurch dass man fast ausschliesslich auf Campingplätzen übernachtet und somit dort duschen kann, würden wir sofort wieder eine Reise mit Wohnmobil/Camper machen.
Bis Bald vonunterwegs…!