3 Tage Auckland und 3 1/2 Wochen Südinsel im Wohmobil

Nach einem angenehmen Flug von Bangkok mit Zwischenstopp in Kuala Lumpur sind wir entspannt in Auckland angekommen und haben unser Hotelzimmer bezogen, mit einem tollen Ausblick auf den Tower.

Am nächsten Tag haben wir einen Bummel durch die Stadt unternommen, leider war das Wetter ziemlich schlecht und somit unser Spaziergang dementsprechend kurz.

Der zweite Tag versprach besseres Wetter und wir sind mit einer Fähre auf die vorgelagerte Insel Waiheke gefahren, wo es einige Weingüter gibt. Der erste bedeutende Weinberg auf Waiheke Island wurde 1978 von der Familie Goldwater angelegt, die eine Vorliebe für Bordeaux-Rebsorten hegte.

 

Von Auckland ging es nach 3 Nächten mit einem kurzen Flug auf die Südinsel  in die Stadt Christchurch, welche auch zugleich die grösste auf der Südinsel ist.

Mit einem Uber Taxi ging es zur Vermietstation, wo wir unser fahrendes Zuhause für die nächsten 6 Wochen in Empfang nehmen konnten, ist zwar kein Chaang, aber immerhin 7.4m lang, mit 2 MTB’s, getrennter Dusche und Toilette.

Unsere Tour über die Südinsel haben wir nicht wirklich geplant, nur dass wir im Uhrzeigersinn fahren und was wir gerne anschauen möchten, aber keine fixe Route, das Wetter wird sie bestimmen🤣.

In Akaroa, einer kleinen französisch geprägten Küstenstadt hatten wir einen tollen Uebernachtungsplatz, wo wir auch gleich den Grill anfeuerten und das Camperleben so richtig geniessen konnten. Da das Wetter so toll war, blieben wir gleich 2 Nächte und haben noch eine wunderschöne 8km Wanderung unternommen.

Auf der Panorama Route sind wir dann die Küste entlang gefahren, mit einigen Stopps um die Landschaft zu geniessen. In Dunedin, der zweitgrössten Stadt der Südinsel, mussten wir natürlich die steilste Strasse der Welt hochlaufen, es ist wirklich steil, auf den Photos kommt’s nicht wirklich rüber.

Die Innenstadt von Dunedin kann man gut zu Fuss erkunden, nach einem Cappuccino mit Zimtschnecken, schlenderten wir durch die Strassen und haben die tollen Street-Art Bilder bewundert.

Ach ja, da das Wohnmobil entgegen des Versprechens des Vermieters keinen Inverter hat (auch Wechselrichter genannt, wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um), mussten wir uns etwas einfallen lassen, damit wir ohne Landstrom unseren Nespresso trinken konnten. Ich habe kurzfristig in Thailand noch eine Hand-Nespresso Maschine gekauft, die einen kleinen Lithium Akku drin hat und per USB-C aufgeladen werden kann, es funktioniert einwandrei😆.

 

Am Nugget Point haben wir einen kleinen Spaziergang gemacht zum Leuchtturm raus, aus der Ferne konnten wir auch einige Seelöwen beobachten.

Ach ja, haben wir schon erwähnt, Neuseeland hat ca. 5.25 Millionen Einwohner, auf jeden Neuseeländer kommen ca. 4.5 Schafe, was in etwa 23.5 Millionen waren im 2024, aber auf jeden Fall nimmt es stetig ab, vor 30 Jahren waren es noch mehr als 70 Millionen.

Der südlichste Punkt der Südinsel befindet sich am Slop Point, hier hat es eine tolle Informationstafel mit Maori Zeichen verschönert und alle Infos sind sowohl auf Englisch, wie auch auf Maori beschrieben, was üblich ist in Neuseeland.

Die Stadt Bluff, welche die südlichste Siedlung auf dem neuseeländischen Festland und Heimat des legendären Bluff Oyster & Food Festivals ist, liegt am Anfang (oder Ende) des neuseeländischen State Highway 1. Sie ist nach Kapitän William Stirling benannt, der 1836 in der Nähe eine Walfangstation gründete.

 

Unser nächster Uebernachtungsplatz hiess Monkey Island, mit einer kleinen vorgelagerten Insel, hier hatten wir unseren schönsten Sonnenuntergang bis jetzt🤣.

Dies war unser Ausgangspunkt zum nächsten Abenteuer, das schon lange auf der Bucketliste stand. Aber zuerst mussten wir noch 50km fahren, davon eine 20km lange Schotterpiste mit ca. 20 Stundenkilometer🙈, bevor wir zum Bootssteg kamen, wo unser Tagesausflug mit dem Jetboot startete.

Es ist die längste Fahrt welche man in NZ machen kann, Ausgangspunkt am Hauroko See, welcher mit 440m zugleich der tiefste von NZ ist. Von hier ging es 34km auf einem Fluss bis ans Tasmanische Meer, wo ein Höhenunterschied von 175m vom See bis an die Meeresmündung zurück gelegt wird.

Geschwindigkeit des Bootes ist in etwa 55km/h pro Stunde (ich musste das iPhone gut festhalten, dachte nicht, dass die Videos so gut werden🙈), der Bach ist an manchen Stellen nicht tiefer als die Birs (Bach in der Nähe von Basel), angetrieben wird das Boot von 2 V8 Motoren und wiegt ca. 3500t, für die Hin- und Rückfahrt sind etwa 150 Liter Sprit durchgeflossen, die ganze Strecke bis zum Meer hin- und zurück waren etwa 90km.

Bei der Meeresmündung sind wir ausgestiegen und nach einer kurzen Wanderung bei der einzigen Lodge in der Umgebung angekommen. Hier gab es ein leckeres BBQ, mit verschiedenem Fleisch, Würsten und Salaten.

Das Jetboot hat uns dann nach einer 1/2-Stündigen Wanderung und Ueberquerung einer Hängebrücke am Bach wieder aufgenommen, für den Rückweg. 

 

 

Weiter ging es via Te Anu ins Fijordland, wo wir doch glatt von einem Flugzeug Transport auf öffentlichen Strassen kurz aufgehalten wurden🤣.

Unser Ziel war der Milfordsound, eine tolle Bucht, wo wir einen Bootsausflug bis zum Meer hinaus gemacht haben, mit eindrücklichen hoch aufragenden Felsen und Wasserfällen, sowie einigen Seelöwen.

Auf dem Rückweg von Milford nach Te Anu machten wir einen Stopp bei den Mirror Lakes (Spiegelseen), den wir auf dem Hinweg ausgelassen hatten.

 

 

Am Lake Wakatipu fanden wir ein schönes Plätzchen für die Nacht, bevor es am nächsten Tag nach Queenstown ging, wo wir eine Wanderung auf den gleichnamigen Berg machten, mit wunderschönen Ausblicken auf den See und die Stadt.

Via Cromwell, wo sich anscheinend die ganzen Früchteplantagen der Südinsel befinden, ging es zum Mount Cook/Aoraki (der höchste Berg NZ mit 3724m), den wir leider wegen schlechtem Wetter nicht wirklich gut zu Gesicht bekamen. Der Gletscherschwund ist auch hier gut zu sehen, wir konnten die Zunge sehen und einige abgebrochene Eisblöcke, die im kleinen See schwammen.

In Wanaka mussten wir unseren Kühlschrank wieder einmal ein bisschen auffüllen und machten einen schönen Spaziergang am gleichnamigen See.

Bei unserer Wanderung zur Aussichtsplattform um den Foxgletscher zu sehen, hat es uns komplett verregnet, das Wetter schlägt in dieser Gegend blitzartig um, als wir losliefen, hat noch die Sonne kurz rausgeschaut, danach war den ganzen Regen angesagt.

 

Im Dorf Franz Josef mussten wir das erste Mal auf einen regulären Campingplatz, da es keine Plätze zum freistehen gab, was aber auch gut war, denn so hatten wir nicht weit bis zu unserem nächsten Abenteuer.

Am nächsten Tag stand ein weiteres Highlight unserer Südinsel Reise auf dem Programm und wie vorher gesagt, bei strahlendem Sonnenschein. Es ging hoch hinaus mit einem Helikopter, wo dieses Mal den Fox-, sowie den Franz Josefgletscher in seiner vollen Pracht zu Gesicht bekamen und als i-Tüpfelchen, sahen wir diesmal den Mount Cook/Aoraki in voller Pracht.

Der Flug war schon toll, aber die Landung auf dem Gletscher war der Höhepunkt, es fehlte nur ein Gläschen Prosecco😂 zum anstossen.

 

 

Nach unserem aufregenden Tag ging es weiter entlang der Westküste, mit einem Abstecher zur Hokitika Schlucht. Nach einer kurzen Wanderung, konnten wir wieder den Grill auspacken und leckere Würste braten.

Bei einem unserer Uebernachtungsplätze haben wir noch die Riesendrone beobachtet, die irgendwelches Mittel über einer grossen Fläche versprüht hat, keine Ahnung was es war, aber wir waren froh, dass der Wind die Wolke von uns wegtriebt.

 

Via Hokitika Stadt fuhren weiter nordwärts, wo wir ein spezielles Erlebnis auf unserem tollen Uebernachtungsplatz direkt am Meer hatten. Am Abend sahen wir einen schönen Sonnenuntergang, am nächsten Morgen waren wir früh wach und konnten am gleichen Ort den Monduntergang beobachten🤭.

Von unserem Stellplatz am Meer ging es weiter zu den Pancake Rocks, die wir so früh am Morgen fast für uns alleine hatten.

Nun hiess es Abschied nehmen von der Westküste, über einen Pass fuhren wir in die Marlborough Gegend, hier sind die ganzen Weingüter der Südinsel. Unsere letzte Uebernachtung vor der Ueberfahrt auf die Nordinsel war in Picton, von wo aus auch die Fähre losfuhr. Die Stadt haben wir zu Fuss erkundet und dabei diese wunderschöne blühende Palme vor die Linse bekommen, noch nie gesehen vorher.

Bis bald vonunterwegs auf der Nordinsel!

 

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