Von Cherkasy nach Deutschland

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Nach 3 Monaten Cherkasy war der Moment gekommen, wir konnten in unser rollendes Zuhause einziehen. Die erste Nacht verbrachten wir auf dem Gelände von Krug, weil bis spät Nachmittags noch am Fahrzeug gearbeitet wurde, danke an alle Mitarbeiter von Krug.

Mittwoch 24. April war es soweit, wir fuhren das erste Mal mit unserem Chaang vom Gelände. Nein nicht etwa zu unserem Uebernachtungsplatz, zuerst ging es mitten in der Stadt zum Wasser auffüllen und da bei uns fast nichts normal ist, bekamen wir das Wasser direkt ab Lastwagen mit 29’000 Litern an Bord😜. Um unsere Tanks mit 700Liter zu füllen braucht es eine Weile, deswegen war es schon dunkel als wir beim Uebernachtungsplatz am Dnepr ankamen.

Der erste Morgen freistehend empfing uns mit Sonnenstrahlen und angenehmen Temperaturen, nun hiess es Abschied nehmen von Cherkasy, denn es standen 2 anstrengende Tage bevor.

Es war der 25. April und da mein Visa am 26.-igsten auslief, mussten wir uns beeilen, die 1500km bis zur ungarischen Grenze hinter uns zu bringen, Freitagabend um 18.30 Uhr standen wir beim Zoll Ukraine/Ungarn. Die ukrainischen Zöllner waren sehr nett, es dauerte ca. 30 Minuten und alle Formalitäten waren erledigt und wir konnten weiter zum ungarischen Zoll, da war aber alles viel komplizierter.

Sie waren schlicht überfordert, als was sie uns denn jetzt einstufen sollen, LKW oder Wohnmobil, nach 2 1/2 Stunden, viel Diskussionen, der Weigerung meinerseits Maut zu bezahlen (in Ungarn egal wie schwer das Wohnmobil ist, muss nur eine Vignette der Kat. D2 gelöst werden, was sie partout nicht akzeptieren wollten. Ich musste bei verschiedenen Stellen antraben, bis einer auf die Idee kam, meine Argumentation im Internet zu überprüfen und sie feststellten, dass wir keine Maut bezahlen müssen), mussten wir samt Fahrzeug noch durchs Röntgengerät, danach konnten wir gehen.

Ziemlich müde, wir sind an diesem Tag um 05.30 Uhr losgefahren und haben 900km zurück gelegt, unter anderem durch die wunderschönen Karpaten, gerne wären wir langsamer 😩 gereist, aber aus oben genanntem Grund mussten wir ausreisen, um 22.00 Uhr Abends haben wir uns auf dem erst besten Rastplatz hinter der ungarischen Grenze hingestellt und ein 🍺 gegöhnt.

Nach einem Tag Rast in Nyiregyhaza nahe des Zoo’s im auf einem Waldparkplatz ging unsere Reise Westwärts weiter, nächster Stopp Wien.

Da Jacky noch nie in Wien war, entschlossen wir einen kurzen Stopp zu machen und einen Freund zu besuchen, der uns in der Nähe seines Wohnortes einen schönen Uebernachtungsplatz zeigte.

Nach einem Willkommenstrunk und leckeren Abendessen, zwar bei schlechtem Wetter zeigte uns Gerhard ein wenig von seinem Wien (herzlichen Dank nochmals), was wir trotz widrigem Verhältnissen genossen.

Unser nächstes Ziel war das Ostallgäu, wo wir mehr als eine Woche beim Mami von Jacky verbrachten, um all unsere bestellten Sachen im Womo zu verstauen.

Während dieser Zeit hat uns Jacky’s Mami mit vielem leckeren Essen verwöhnt und sonst alles getan, damit wir uns wohl fühlten.

Chaang musste auch schon den ersten Service über sich ergehen lassen, zur grossen Ueberraschung unserseits, hatte es im Dorf einen MAN Vertreter, der kurzfristig einen Termin für uns hatte.

Nach 8 Tagen hiess es Abschied nehmen, denn auch Jacky’s Mami will wieder mit dem Womo auf Tour, viel Spass!

Der nächste Stopp war in Kempten, hier hatte ich einen Termin bei Thomas von Sound In vereinbart, damit er uns ein neues Radio im MAN einbaut. Zu meiner Ueberraschung ist er ein begeisterter “Racing for Fun” Fahrer und hatte seine neue Aprilia in der Garage stehen, nach kurzem Schwärmen meinerseits, machte er sich an die Arbeit, nach 2 Std. war alles erledigt und wir fuhren weiter ins Kleinwalsertal.

Hier holten wir unsere neuen E-MTB ab und ich hoffte, dass meine Berechnungen einigermassen stimmten, sodass die Bikes Platz haben in der Garage.

Nach ca. 2 Stunden und einigen 😤🤬, standen sie in der Garage fest gemacht auf dem Träger, zwar noch nicht entgültig, denn ich muss noch neue Rad- und Gabelaufnahmen machen lassen.

 

4 Antworten

  1. Walter K Stoeckli

    danke Bericht und interessante pics.
    Ist ja komplett spannend euer Big Trip (wow, rechte Distanzen mit so einem fahrenden Palazzo)
    Und jetzt, wo führt die nächste Etappe hin?
    Auf jeden Fall wünsche viel Spass und weiterhin tolle, erlebnisreiche Fortsetzung. Enjoy!
    Bin seit M.04. in der CH, LG

  2. Thes

    Hallo Zäme, dir sit ja einigermase guet gstartet. Tönt alles sehr spannend. Mir wünsche euch aues guete, vieu gueti erläbnis, ke stress, keni sorge u häbet sorg 🙏🙏🙏 Liebi Grüess us Wien Thes & Dan 😘

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