Unterbruch der Weltreise in Marokko!

Eingetragen bei: Deutschland, Expeditionsmobil, Marokko | 5

Seit dem letzten Blogeintrag ist viel Zeit vergangen, ein kleines Update für all jene, die nicht wissen was geschehen ist und wo wir sind.

Eigentlich wollten wir in Marokko bleiben, aber die Situation hat sich so schnell verändert, dass wir am 18. März um 15.00 Uhr entschieden, zu versuchen, ob wir das Land noch verlassen können, obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits alle Flug- und Fährhäfen geschlossen waren.

Via eine WhatsApp Gruppe die extra dafür erstellt wurde, hatten wir erfahren, dass die Ausreise vom Hafen der Stadt Ceuta noch möglich sei (spanische Enklave auf Marokkanischem Terretorium) und Fähren auf’s spanische Festland ablegen würden, dies hiess für uns, so schnell wie möglich die über 1000km nach Norden fahren.

Am 19. März ca. 16.00 Uhr kamen wir in Ceuta an, aber die Behörden liessen nur spanische und deutsche Staatsbürger die Grenze passieren, also hiess es warten, mittlerweile waren ca. 100 Wohmmobile, Motorräder und Autos, die mit uns ausharrten.

Die marokkanischen Polizisten sagten, “Heute geht nichts mehr!”, aber von unserem Warteplatz hatten wir direkte Sicht auf die Sperre, um 21.30 Uhr plötzlich ein Hupkonzert und hektisches Treiben bei der Absperrung, ich rannte rüber und fragte einen Polizisten ob die Grenze für alle geöffnet wurde, er bejahte.

Dann ging alles schnell, Jacky hatte alles schon abfahrbereit gemacht, ich startete Chaang und los ging es Richtung Zoll, um 01.00 Uhr morgens am 20. März standen wir vor der Fähre, welche um 06.00 nach Algeciras/Spanien ablegte.

Nach Ankunft stellten wir uns auf einen Parkplatz in Algeciras und wollten mal wieder eine Nacht richtig schlafen. Unser Plan war es in Spanien einen Campingplatz zu finden, auf dem wir alles abwarten wollten, aber am 19. März erliessen die spanischen Behörden ein Dekret, dass alle touristischen Reisen/Uebernachtungen verboten.

Nach abwägen unserer Möglichkeiten und den sich überstürzenden Meldungen, dass fast alle Länder ein Lockdown verhängt hatten, entschieden wir uns nach Deutschland zu fahren, da wir wussten, dass dort ein guter Stellplatz bei einem Freund auf uns wartete.

So fuhren wir am 21. März in Algeciras los, zuerst einige hundert Kilometer Landstrasse, was wir zu sehen bekamen, hat uns ziemlich betroffen gemacht, die Dörfer, Städte, sowie Strassen und Autobahnen waren praktisch leer, fast nur LKW’s waren unterwegs.

Nach ca. 2400km, 4 Uebernachtungen sind wir am 25. März am jetzigen Standort angekommen, seither sind bereits 5 1/2 Wochen vergangen und wir sind immer noch da.

Rückblickend war es für uns die richtige Entscheidung, denn 2 Tage nach unserer Ausreise gingen keine Fähren mehr von Ceuta, via soziale und Printmedien haben wir gesehen, dass ca. 1000 Wohnmobile mehrere Tage an der Grenze zu Ceuta ausharrten und nicht mehr wegkamen.

Wir hoffen, dass unsere Reise bald weitergehen kann, eigentlich wollten wir ja im Sommer nach Kanada verschiffen, mal sehen ob es möglich sein wird, ansonsten eventuell Skandinavien.

Zu Marokko gibt es später noch ein paar Bilder, in der Zwischenzeit wünschen wir allen gute Gesundheit und es kommen hoffentlich wieder bessere Zeiten.

Diesmal liebe Grüsse nicht vonunterwegs, sondern von unserem Quarantäneplatz 🤗🍀🌞!

5 Antworten

  1. Beat Luethi

    Liebe Jacky und Hansi, schön, dass Ihr es noch rechtzeitig geschafft habt, wieder in der „Zivilisation „ zu sein ! Es scheint ja der allerletzte Moment gewesen zu sein, gratuliere.
    Ja, wir hoffen natürlich für Euch, dass Euer Abenteuer bald möglichst weiter gehen kann. Es ist ja furchtbar, was da weltweit abgeht…
    Hier kamen wir mit einen kleinen blauen Auge davon. Mein kitesurfstrand war nie zu und wir konnten, wenn immer es wind hatte bis und mit heute immer kiten ! Unser Kühlschrank war auch immer mit Essen und Bier gefüllt, der Winecooler ebenso…
    Ja hoffen wir, dass bald Normalität zurückkehrt und wir wieder frei reisen können.
    Bliibed xsund und alles Gueti, beat und jey

  2. Sabine Forster

    Hallo ihr Globentrotter
    Auch wir haben uns immer wieder gefragt , wie es euch wohl geht und wo ihr gestrandet seid. Es freut mich, dass es euch soweit gut geht. Wir wünschen euch ein baldiges Weiterreisen .
    Es liebs Grüessli und gute Gesundheit
    Sabine & Daniel

    • bloggy

      Sali Sabine & Daniel,
      Wir hoffen natürlich, dass es Euch auch gut geht und ihr das Leben trotz der vielen Einschränkungen geniessen könnt.
      Bei uns geht es hoffentlich in ca. 14 Tagen weiter, genau wissen wir es noch nicht, aber die Hoffnung darf man nie aufgeben🤗.
      Bleibt gesund, es kommen wieder bessere Zeiten!
      Ganz liebi Griessli
      Hansi & Jacqueline

  3. Horst Sitsch

    Wir haben uns schon ein paar Mal gefragt, wo Ihr wohl seid. Die lange Schlange der Camper an der Fähre in Ceuta haben wir im TV gesehen. Vielleicht war sogar der Chaang dabei.
    Wir haben uns in der “splendid isolation” ganz gut eingerichtet. Unsere digitale Unterhaltungsinfrastruktur lässt keine Langeweile aufkommen.
    Bleibt gesund – we shall overcome it.

    Horst & Angelie

    • bloggy

      Hallo Angelie & Horst
      Schön von Euch zu hören und dass es ihr wohlauf seid!
      Zum Glück waren wir nicht in der Schlange bei Ceuta, wir kamen einen Tag vorher noch auf die Fähre🍀.
      Wir hoffen, dass es in 14 Tagen zumindest mal hier in DE weitergeht mit unserer Reise, aber im Moment ist abwarten die Devise, Pläne sind da, aber wie es dann kommt, werden wir sehen.
      Wäre schön, wenn wir uns mal wiedersehen, bis dahin bleibt gesund und geniesst, was es zu geniessen gibt🌞🌴!
      Liebe Grüsse
      Jacky & Hansi

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