Golf von Mexiko bis zur Grenze Kanada’s

Kurz vorweg, dies ist ein Blogeintrag, welcher sich ĂŒber 5 Wochen erstreckt, braucht also ein wenig Zeit đŸ™‰đŸ€ŁđŸ™ˆ zum lesen.

Von Downtown New Orleans fuhren wir an den Lake Pontchartrain, der mit 630 Quadratmeilen das grösste BinnengewĂ€sser in Louisiana ist. Es handelt sich eigentlich um eine FlussmĂŒndung, nicht um einen See, der mit dem Golf von Mexiko und verschiedenen FlĂŒssen und Bayous verbunden ist.

Die Causeway Bridge verlĂ€uft 23 Meilen ĂŒber den See und ist die lĂ€ngste BrĂŒcke ĂŒber Wasser der Welt! Sie verbindet New Orleans mit der North Shore und die vollstĂ€ndige Überquerung dauert etwa 50 Minuten.

Kurz vor Sonnenuntergang kam ein Bongospieler, der hinter unserem Truck seine Bongos aufstellte, einen Joint drehte und wĂ€hrend ca. 30 min der Sonne huldigte😉.

 

An unserem ersten Uebernachtungsplatz in Mississippi, war das Memorial Day Wochenende, wir wussten, dass da alle unterwegs sind, somit blieben wir 3 Tage am Pearl River stehen und es kamen nur ein paar Fischer vorbei, wÀhrend der ganzen Zeit.

Der letzte Stellplatz am Golf von Mexiko war in Biloxi, neben einem alten Leuchtturm und mit einem nahenden Gewitter, das bedrohlich đŸ˜±aussah, aber dann nur ein paar Tropfen runterkamen😂.

Nach langer Zeit sind wir mal wieder auf mit den MTB’s auf schönen Trail’s durch WĂ€lder gefahren, dabei auch noch einen super schönen und ruhigen Uebernachtungsplatz direkt beim Ausgangspunkt der befahrbaren Strecken.

Auf einem unserer NachtplĂ€tze mitten im Wald, rief mich Jacky, komm mal schauen, wir haben einen Besucher vor der TĂŒre. Da war doch tatsĂ€chlich eine Schlange direkt neben unserer Treppe, die hatte ĂŒberhaupt keine Angst, ich musste sie fast ein wenig vertreiben, die wollte unter unser Fahrzeug🙈.

Manchmal braucht auch unser rollendes Tinyhaus ein wenig Unterhaltsarbeiten, wir haben den ganzen Vinylboden raus genommen, einzelne Teile ersetzt und alles neu verklebt😅.

 

Nach unserem Waldplatz ging es nach Hattiesburg, nicht wegen dem Bahnhof, obwohl der auch sehenswert war, sondern wegen der kleinsten Kunstausstellung von Mississippi, die sich in einer schmalen Strasse befindet.

Man musste schon zwei-, dreimal die Strasse erkunden, bis man all die kleinen Kunstwerke entdecken konnte, die ĂŒberall, am Boden, in den WĂ€nden und AblĂ€ufen, von den verschiedenen KĂŒnstlern platziert wurden.

 

Unterwegs bekamen wir einen Tipp, dass es nördlich von Hattiesburg einen kleinen Grand Canyon geben soll, er war wirklich klein, aber trotzdem sehenswert. Eigentlich dachten wir, direkt nebenan ĂŒbernachten zu können, was aber nicht ging und das Beste was wir fanden, war am Ende einer noch nicht fertiggestellten Strasse, in einer abgelegen Gegend (Bild 2+3)😂😂😂.

Danach ging es weiter nach Jackson, der Hauptstadt von Mississippi, wir konnten direkt hinter dem Kapitol parkieren und die Gegend erkunden, diese wunderschöne BlĂŒte ist in der Flagge von Mississippi enthalten.

Der Natchez Trace Parkway ist ein “National Parkway, er fĂŒhrt durch die 3 Staaten, Mississippi, Alabama und Tennessee, auf einer LĂ€nge von ca. 700km und es dĂŒrfen keine kommerziellen Fahrzeuge fahren, ist also sehr entspannt.

Unterwegs gibt es immer wieder sehenswerte PlÀtze, welche man besichtigen kann, wie z.B. den Cypress Swamp.

 

Nach einer gefĂŒhlten Ewigkeit haben wir unser Kayak wieder einmal raus genommen und den Tennessee River erkundet, direkt von unserem Stellplatz aus.

In Sheffield Alabama haben wir das Muscle Shoals Sound Studio besucht, heute ein kleines Museum, hier haben schon BerĂŒhmtheiten wie Mick Jagger Tonaufnahmen gemacht.

Irgendwo habe ich mal von dem Laden “Unclaimed Baggage” gelesen, den wollten wir auf jeden Fall besuchen. Auf dem Weg dahin, sind wir am US Space & Rocket Center vorbei gefahren, da wir schon in Houston waren, liessen wir den Besuch aus.

Nun zum Unclaimed Baggage Laden, die haben VertrÀge mit vielen Airlines, wo sie alle in Flugzeugen vergessenen, nach 3 Monaten nicht abgeholten GegenstÀnde/Koffer kaufen und dann als Secondhand Ware in ihrem Laden anbieten, dies seit 1970, selbst fast neue Macbooks gibt es zu kaufen.

 

Einen Abstecher zur Jack Daniel’s Distellery, mit Tour durch die Produktionsanlagen und anschliessender Degustation, stand als nĂ€chstes auf dem Programm.

Die Distillery wurde 1866 offiziell gegrĂŒndet und war damit die erste registrierte Brennerei in den USA. Kurz darauf folgte die Eröffnung seiner mittlerweile berĂŒhmten Brennerei, direkt neben Jack Daniel’s wichtigster Ressource: der mineralreichen Höhlen-Wasserquelle, aus welcher auch heute noch das Wasser entnommen wird (Höhle hinter Statue von Jack, Bild 9+10).

Selbst die Kohle zum brennen, stellen sie selber her (Bilder 11-13), fĂŒr die Lagerung der verschiedenen JahrgĂ€nge gibt es auf dem riesigen GelĂ€nde 95 GebĂ€ude (Bild 14).

Nach der Degustation unternahmen wir einen Spaziergang durch den historischen Stadtteil von Lynchburg, wo sich die die Distellery befindet.

In Nashville hatten wir einen 1a Uebernachtungsplatz beim Nissan Stadium, vis-a-vis vom Geschehen in Downtown, dem Broadway, konnten nur ĂŒber die FussgĂ€ngerbrĂŒcke laufen und schon waren wir mitten im Trubel, selbst TagsĂŒber ist der BĂ€r los.

 

 

Kurz nachdem ĂŒberqueren der Staatsgrenze nach Kentucky, haben wir das National Corvette Museum besucht, welches viele SchĂ€tze der Vergangenheit und natĂŒrlich der Gegenwart beherbergt.

Was noch witzig ist, einige Besitzer neuer Corvette’s bekommen ihre Fahrzeuge im Foyer des Museums, natĂŒrlich werden sie vorher noch durchgecheckt (siehe Bild 12).

Im Anschluss fuhren wir zu den Stonehenge von Kentucky, welche sich auf einem privaten GrundstĂŒck befinden, dass man aber tagsĂŒber bis 17.00 Uhr besuchen kann, eine kleine Spende zum Unterhalt ist gerne gesehen.

 

Auf schmalen Landstrassen, manchmal nur so breit wie Chaang, fuhren wir Richtung Indianapolis, unterwegs machten wir einen Halt im StÀdtchen Nashville, sehr idyllisch mit WeinlÀden, vielen KunstgeschÀften, welche in schmucken HÀusern untergebracht sind.

Abends angekommen in Indianapolis, fanden wir einen Stellplatz mit Blick auf die Skyline der Stadt, die Umgebung war nicht die tollste, aber hey, aber die Aussicht umso besser😜.

Am nĂ€chsten Morgen stellten wir Chaang auf dem Parkplatz beim Zoo ab, schwangen unsere Hintern in die SĂ€ttel und fuhren auf dem Indianapolis Cultural Trail, kreuz und quer durch die Stadt. Es gibt eine traumhafte Wohngegend, wo man sein Kayak aus dem Keller nimmt und eine Runde auf den KanĂ€len paddeln kannđŸ€—.

Ein Besuch bei dem weltberĂŒhmten Oval von Indy durfte natĂŒrlich nicht fehlen, wir konnten durch Tunnels in den Innenbereich des Ovals fahren, wo sich das Museum befindet. Leider waren alle Termine der Zweisitzer Fahrten schon Wochen vorher ausgebucht, somit konnten wir sie nur von weitem beobachten, was immer noch sehr eindrĂŒcklich war.

Unsere zweite Nacht verbrachten wir auf dem Parkplatz von IkeađŸ€Ł, da wir eh noch ein paar Dinge einkaufen mussten.

Auf dem Weg nach Detroit fuhren wir ein StĂŒck durch Ohio und Amish Country, was auch auf den Strassen ersichtlich war. In Detroit mussten wir ein Ersatzteil bei UPS abholen, welches uns Krug, der Erbauer von Chaang dorthin gesendet hat, die Aussendusche hatte seit etwa 3 Wochen ein Leck und musste ersetzt werden.

Der letzte Ort vor dem ĂŒberqueren der Grenze nach Kanada war Port Huron, da war es aber nicht wirklich toll, denn durch die WaldbrĂ€nde in Quebec und den Nordwind trieb der ganze Rauch in diese Gegend, dadurch schoss auch der PM2.5 dramatisch in die Höhe.

Bis Bald vonunterwegs in Kanada!

Jacky & Hansi

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